aus Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Collegium_N%C3%BCrnberger_Mundartdichter

 

Das Collegium Nürnberg Mundartdichter ist eine 1966 gegründete Autorenvereinigung von Schriftstellern, die in fränkischer Mundart schreiben.

 

Das Collegium Nürnberg Mundartdichter wurde 1966 in Nürnberg von folgenden Autoren gegründet:

  • Peter Aumüller,
  • Elisabeth Fürst,
  • Georg Herbolzheimer,
  • Wilhelm Malter,
  • Hans Mehl,
  • Gottlieb Meyer,
  • Willi Schmitzer und
  • Hans Stadlinger.

Die Gründungsmitglieder hatten sich vorher schon in einer informellen „Werkgruppe“, die auf Einladung des Verlegers Karl Borromäus Glock im Gelben Schloss in Heroldsberg tagte, regelmäßig zusammengefunden. In diesem Kreise wuchs, angeregt von K. B. Glock die Idee zur Gründung der Vereinigung.

Zeitgleich mit der Gründung wurde 1966 auch ein „Manifest zur Mundart“, dem 1973 das „2. Manifest zur Mundartdichtung“ folgte, erlassen.

Zusätzlich zu den einzelnen Aktivitäten der Mitglieder (Veröffentlichungen und Einzellesungen) organisierte man ab 1969 regelmäßig gemeinsame öffentliche Lesungen mehrerer oder aller Mitglieder des Collegiums in Nürnberg, Erlangen, Heroldsberg und Zirndorf, darunter auch eine jährliche Lesung in Nürnberg. Bei diesen Veranstaltungen arbeitete man mit der Arbeitsgemeinschaft fränkischer Volksmusik, deren Mitglieder die musikalische Gestaltung übernahmen, zusammen. Darüber hinaus wirkte das Collegium regelmäßig bei Veranstaltungen des Kultur- und Freizeitamts Nürnberg (z.B. Sommer in Nürnberg) mit. Über die Grenzen Frankens hinaus wurde das Collegium und die darin zusammengeschlossenen Autoren durch Beiträge seiner Mitglieder in den Sendereihen des Bayerischen Rundfunks „Am Abend in der Stubn“, „Bairisch Herz-Fränkische Ausgabe“ und „Wort in der Volksmusik“ bekannt. Das Collegium selbst schätzt, dass seine Mitglieder mehr als hundert größere oder kleinere Publikationen in fränkischer Mundart vorgelegt haben. Fast vierzig Bücher von Mitgliedern des Collegiums sind im inzwischen aufgelösten Verlag Glock & Lutz mit Sitz in Heroldsberg erschienen, weitere im Verlag Albert Hofmann. Nürnberg sowie in anderen Verlagen der Region.

 

Sprecher des Collegium war über Jahrzehnte Helmut Mahr in der Nachfolge von Otti Schwarzhuber. Seit 2011 ist der Sprecher Norbert Autenrieth. Das Collegium tritt seitdem einmal jährlich in der Kulturscheune Knorr in Fürth auf. 2013 gehörten dem Collegium folgende Mitglieder an:

  • Friedrich Ach
  • Norbert Autenrieth
  • Sven Bach
  • Elfriede Bidmon
  • Peter Landshuter
  • Helmut Mahr
  • Bernhard Reil
  • Erika Stenglin
  • Fritz Stiegler
  • Walter Tausendpfund
  • Nikolaus Winter
  • Christa Bellanova

Anthologien des Collegiums Nürnberger Mundartdichter

  • Collegium Nürnberger Mundartdichter: Nürnberger Mundart. Wortschatz und Redewendungen in der noch lebenden Nürnberger Mundart. Eine volkstümliche Auswahl, Nürnberg 1973
  • Su wöi die Leit senn, is ka Mensch, Anthologie zum 25. Jubiläum des Collegiums Nürnberger Mundartdichter Nürnberg, 1989

50jähriges Bestehen des Collegiums

 

Zum 50 jährigen Bestehen des Collegiums wird 2016 eine Anthologie im Verlag art&words unter dem Titel "Fränkische Gschmäggler" erscheinen.

„Sucht (der Leser) bei uns gelöste Heiterkeit, Fabulierlust, den Spott – er möge es, bedenke aber, dass wir darin nur die andere Seite des Lebensernstes zeichnen. Den Bürgern, denen Grübeln und Meditieren liegt, geben die Gleichnisse unserer Dichtung und die Perspektive von oben und unten handfeste Nahrung“.

So kann man es im Manifest lesen, das am 22.5 1966 von den Autoren Peter Aumüller, Elisabeth Fürst, Georg Herbolzheimer Wilhelm Malter, Hans Mehl, Gottlieb Meyer, Willy Schmitzer und Hans Stadlinger formuliert worden ist.

Für die vorliegende Anthologie „Fränkische Gschmäggler“, in der 10 Autoren des Collegiums vertreten sind, gilt die grundsätzliche Aussage des in zeitgenössischer Diktion abgefassten Manifestes für diese Veröffentlichung immer noch. So ist ein Büchlein entstanden, das vergnügliche und ernste, fein- und hintersinnige, skurrile und zeitkritische, kontemplative und appellative Gedichte und Geschichten vereinigt. „Fränkische Gschmäggler“ für jeden sind es aber nicht nur wegen ihres weiten Spektrums, das alle Bereiche menschlichen Lebens berührt, sondern auch, weil die Autoren einen individuellen sprachlichen Zugang zur Mundart präsentieren.

Also: „Wer des ned glesn hodd, der hodd woss versaamd!“

 

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